Herzlich Willkommen

Wer im Internet nach „italienische Küche“ sucht, wird unweigerlich auf ihn stoßen: Den typischen „Pizzaiolo“, der uns mit seiner weißen Kochmütze, einem Halstuch und Schnurrbart anlächelt. Mit den Fingern zeigt er gebärdenreich, wie gut ihm das Essen gelungen ist. Ein Wortspiel, das sich nur im Italienischen erschließt: Das Essen schmeckt so gut „da leccarsi i baffi“. („wörtlich: „um sich den Schnurrbart zu lecken“).

Die Farben sind grün, weiß und scharrlachrot gehalten wie wir sie alle von der italienischen Staatsflagge her kennen. Bei den Produkten dominieren neben der Pizza die Spaghetti, Tomaten und das Basilikum. Vielleicht tauchen auch mal eine Karaffe Olivenöl oder ein Olivenölzweig auf. Das ist alles nicht falsch. Wir Italiener lieben unsere Pasta und kochen fast ausschließlich mit Olivenöl. Aber es reduziert die italienische Küche doch sehr auf wenige Stereotypen.
Primo
Ich selbst bin Deutsch-Italienerin. Und obwohl ich väterlicherseits aus Sizilien stamme, habe ich weder pechschwarze Haare noch einen dunklen Teint. Von meiner sizilianischen Großmutter habe ich die strohblonden Haare und blassblauen Augen geerbt. Glücklicherweise trage ich auch keinen Schnurrbart, den ich nach einem gelungenem Essen abschlecken könnte.

Was hat also ein rosa Elefant mit italienischen Essen zu tun?

wappen-aDer italienische Zweig meiner Familie stammt genauer gesagt aus Trecastagni, einem malerischen sizilianischen Städtchen am Südosthang des Ätna mit atemberaubendem Blick bis nach Syrakus oder Kalabrien.

Das Wappen Catanias, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, zeigt ein rotes A, das über einem roten Elefanten zu schweben scheint. Der Elefant geht wohl auf das 10. Jahrhundert und damit auf die Zeit der islamischen Regentschaft zurück als Catania auf Arabisch Madīnat al-Fil (Stadt des Elefanten) genannt wurde.

Den Elefanten habe ich also übernommen, um meine tiefe Verwurzelung in der sizilianischen Kultur und mit meiner Heimat Catania zu zeigen. Das „A“ für Sant’Agata, die die Schutzpatronin Catanias, habe ich durch ein „P“ für meinen Familiennamen ersetzt. Denn wenn einem Sizilianer etwas heiliger ist als seine Heimat, dann ist es die Familie. Und schließlich habe ich das „Lavarot“ gegen meine Lieblingsfarbe „Rosa“ ausgetauscht.

 

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Folglich steht „L‘Elefante Rosa“ für meine tiefe Verwurzelung in der Tradition der italienischen beziehungsweise in der sizilianischen Kultur. Mit dem „P“ knüpfe ich in dritter Generation an eine Familientradition leidenschaftlicher und erfolgreicher Gastronomen an. Während ich mit dem „Rosa“ zum Ausdruck bringen möchte, dass sich die italienische Küche durch Kreativität, Leidenschaft und Experimentierfreude immer wieder neu erfindet.

l-elefante rosa Kochevents