Pasta, pasta!

Es ist Dienstagaband in der Vorweihnachtszeit. Der „Gasthof zur Post“ in Törwang hat heute Ruhetag. Trotzdem herrscht in der Küche geschäftiges Treiben. Die Mitarbeiter der lokalen Geschäftsstelle der Sparkasse haben heute Abend ihre Weihnachtsfeier. Der Wirt Wolfgang „Wolfi“ Pallauf und seine beiden Kinder sind auch dabei. Mit viel Freude und Fleiß haben die Beiden mitgeholfen.

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Nach den Antipasti und einem Glas Valdo, hatten sich Teilnehmer aufgewärmt und es konnte gleich losgehen.

Die Lasagne Platten werden ohne Ei hergestellt. Das bedarf etwas Geduld…

Den Teig für die Pasta-Platten hatte ich bereits einige Stunden vor dem Event vorbereitet und ruhen lassen. Dieser Teig wird ausschließlich aus semola rinamciata di grano duro und Wasser angerührt. Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes und der damit verbundenen Klebeeigenschaft wirdausschließlich Hartweizenmehl verwendet. Die erste Gruppe ist bereist fleißig dabei mit der elektrischen Pastamaschine die Teigplatten für die lasagne auszurollen. Die besciamella haben sie ebenfalls selbst zubereitet; allerdings ganz italienisch mit Brühe und etwas Sahne. Und sehr zur Überraschung der einen oder anderen Teilnehmerin, die sonst ausschließlich Milch verwendet.

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Die Ravioli werden von Hand ausgestochen.

Etwas ganz Ausgefallenes waren die typischen spaghetti alla carbonara. Dieses Gericht aus den Abruzzen hat nichts mit dem Mode-Gericht der 80er und 90er Jahre zu tun. Erst einmal werden keine fertigen spaghetti verwendet. Der Teig muss von Hand geknetet und ausgerollt werden, um seine poröse Struktur zu behalten und viel Geschmack aufnehmen zu können.

Handarbeit

Echte Handarbeit…

Die Teigplatten werden auf eine Chitarra tagliapasta gelegt und mit einem matarello durch die Seiten gedrückt. Die spaghetti erhalten so keinen runden, sondern einen viereckigen Querschnitt. Wer es noch nie gesehen hat; die „chitarra“ (Gitarre) erinnert vage an ein Hackbrett. Eine pancetta (ein italienischer Bauchspeck) wird am Stück in der Pfanne mit Olivenöl und einer Knoblauchzehe ausgelassen. Die pasta wird im ausgelassenen Fett geschwenkt. Pro Person ein rohes Ei kurz unterrühren, ohne dieses stocken zu lassen. Wir haben die Eier vorsichtshalber vorher bei 70,2°C im Wasserbad pasteurisiert; auf keinen Fall mehr, sonst schmeckt es nach Rührei. Pecorino drüber streuen. Bitte keinen parmigiano reggiano verwenden, den ich liebe, der aber überhaupt nicht zum Gericht passt!

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…die im Team gleich viel mehr Spaß macht.

I Ravioli

I Ravioli…

Die Krönung waren die selbst zubereiteten ravioli. Auf die ausgebreiteten Teigplatten werden Kleckse der Zucchini-Mandel-Füllung verteilt. Eine zweite Teigplatte darüber legen und ausstechen. Typisch für die Emilia werden die Teiplatten mit Ei und farina di grano tenero zubereitet. Sonst würden die Ravioli beim Kochen wieder aufgehen. das wäre doch schade!

 

…alle zucchini ed alle mandorle tostate.

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Un tris di espresso.

„Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, dass uns das gelingt,“ gibt einer der Teilnehmer beim Essen zu. Umso größer war die Freude über das selbst zubereitete Essen. Natürlich musste auch das Team alles probieren. Und so hat es auch dem „Wolfi“, seinen Kindern und unserem Fotografen Christian Tharovsky von Team F8 richtig gut geschmeckt. An dieser Stelle danke lieber Christian für die – wie immer – tollen Fotos!
Auch nochmal ein großes Dankeschön an die beiden junior Gastronomen und natürlich an den Senior, der uns für diesen lustigen Abend, seine Profi Küche zur Verfügung gestellt hat.

„Schee war’s. Guat hod’s schmeckt. A moi was ganz was B’sonders!“. Kann es ein schöneres Lob geben?